00:00
Roger gegen Markus. Zwei Standpunkte, zwei Meinungen, zwei Welten. Roger Schawinski gegen Markus Somm. Exklusiv auf Radio 1. Präsentiert von der Lexus Schlierer. Jetzt neu mit 15 Jahren Lexus Relax Garantie.
00:18
Roger gegen Marcos an diesem Montag. Blocherkampagne für Neutralität überdeckt die ganze Schweiz. Hitzewelle Trockenheit, was sind die Lehren daraus am heutigen Tag? Und Donald Trump, als er der Umfeld ist, hat er schon gesagt, ist er eher korrupt? Ist das jemand? Das wollen wir auch noch reden. Also, Abstimmung über Neutralitätsinitiative ist aussergewöhnlich. Ein Projekt von Christoph Blocher, auch von ihm, privat finanziert im grossen Stil. Mehrere Millionen haben gesagt, es seien drei bis jetzt. Kommt noch mehr, ich glaube, es ist viel mehr. Die ganze Schweiz ist zugepflastert.
00:50
Ich war in Tessin über das Wochenende, noch à la guerre und so, bei uns kein Krieg. Überall, der Milliardär will sich jetzt nur mal einen Erfolg kaufen und macht das mit dem Werbegeld, aber auch mit einer Aussage, die ich mehr als fragwürdig finde.
01:07
Gut, da können wir noch diskutieren über das Inhaltliche, aber ich muss sagen, es ist natürlich eine geniale Kampagne. Erstens die Präsenz, da ist also sehr viel Geld einsetzt. Und ich meine, wirklich, ich sehe es auch, in jedem Dorf hängen diese Plakate. Und zweitens, Botschaft ist sehr einfach, sehr einfach verständlich. Mein Kollege Dominik Freusi findet sie nicht gute Kampagne, ich finde sie brillant. Ich muss ehrlich sagen, mittlerweile ist sie brillant. Und inhaltlich bin ich auch anderer Meinung. Wir sind ja nicht gegen den Krieg. Ich bin nicht gegen den Krieg.
01:38
Du bist für den Krieg.
01:39
Ich war dafür, dass die Amerikaner den Hitlerabern kämpfen. Nein, das ist jetzt entscheidend. Ich bin für Krieg, wie zum Beispiel der Zweite Weltkrieg gegen die Nazis. Da bin ich total dafür und tue ja auch. Krieg ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Und es ist nicht wahr, dass die Schweiz dadurch, dass sie neutral war, den Krieg verhindert hätte.
01:59
Wir sind von Kriegen verschont worden, unter anderem wegen der Neutralität.
02:03
Also, Werbung ist immer manipulativ, das geht aber ein bisschen weiter, weil wenn man das Gefühl hat, wenn man da Nein stimmen würde, dann sei man für einen Krieg gegen die Schweiz. Und man glaubt ja vor allem in diesem ganzen Zusammenhang offenbar, der Putin sei beeindruckt, von einer schweizerischen Neutralität. Ich meine, wie naiv kann auch ein Christoph Blocher sein. Dem ist irgendwie noch der zweite Weltkrieg, der noch als kleiner Junge erlebt hat, noch tief in den Knochen und will das machen. Wir haben einen Vergleich zum Beispiel mit der Ukraine. 1994 haben sie die Atomwaffen abgegeben an die Russen und haben sich versprechen lassen, dass sie nicht angegriffen werden.
02:39
Sie sind faktisch neutral gewesen. Was ist ihnen passiert? Die ganze Welt erlebt sie jetzt.
02:45
Gut, das kannst du nicht vergleichen. Ich meine, das Gleiche kannst du auch sagen, Belgien. Belgien war immer neutral, sie hat ihnen nichts genützt, sie sind Zweichel hineinzogen worden. Neutralitätspolitik ist etwas, das du über Jahrhunderten musst pflegen, dass sie geglaubt wird und gleichzeitig musst du das Glück haben, dass du strategisch so wichtig bist, dass alle Grossmächte Meinung sind, ja, es ist vielleicht besser, wenn es neutral ist. Und das ist halt der Fall in der Schweiz. Ich meine, die Schweizer Neutralität hat enorm viel zu tun mit unserer Geschichte. Das kannst du nicht einfach Geld auf andere Länder übertragen. Die Ukraine ist zum Beispiel das Land, das ist interessant, hat immer wieder versucht, sich aus dem Kampf zwischen dem Osmanischen Reich und den Russen rauszuhalten.
03:23
Und Polen, das waren ja eigentlich drei Grossmächte, und die Ukraine, die immer um die Ukraine gekämpft haben, hat das nicht geschafft. Sie hatten gewisse Phasen, in denen sie versucht haben, neutral zu bleiben oder die Grossmächte gegeneinander auszuspielen. Aber rein geopolitisch ist ihr Raum ganz anders als unseren.
03:40
Also gut, aber das ist ja der Mythos, die schweizerische Neutralität. Die Schweiz hat ja früher nicht nur Waffen geliefert, sie haben Krieger geliefert. Kreisläufer, also Söldner. Und meist beutend haben sie gekämpft für die eine oder für die andere Seite, oder wenn es auch geht auf beide Seiten, von Neutralität, von der faktischen Neutralität. Und auch vom Reichtum der Schweiz, der da erschaffen worden ist, durch das viel Geld, das reinkommen ist, ist heute natürlich keine Rede. So wie du, seit 1515 sind wir neutral.
04:10
Also erstens stimmt das nicht, das sage ich gar nicht. Ich habe ein ganzes Buch darüber geschrieben. Du kannst das Buch noch einmal lesen. Du hast es ja gelesen. Und von dem her kannst du noch einmal lesen. Nein, das ist nicht so. Es hat nicht von 1515 genau angefangen, man hat nicht Marignano verloren, nachher erklärt man, man sei neutral. Aber, was du jetzt alles gesagt hast, ist alles mehr oder weniger falsch. Erstens, die Schweiz hat nie Sollverträge abgeschlossen, einfach mit den meistbeutenden, das ist in dem Sinne nicht der Fall. Nein, die Schweizer nicht, das stimmt nicht, sondern man hat durchaus auch immer politisch gedacht, immer strategisch gedacht.
04:41
Man hat vor allem ein Abkommen gehabt mit Frankreich. Das war ein sehr gutes Abkommen und die anderen Abkommen hatten wir daneben. Es ging nicht nur um Geld, sondern es ging auch immer um strategische Überlegungen. Zweitens, Reisläuferei war für Neutralität null Problem. Im 18. Jahrhundert hat man das nicht als unneutrales Verhalten angeschaut. Das war im 20. Jahrhundert. Das war anders, das ist ja der Witz. warum ich gegen die Neutralitätsinitiative bin. Von Christoph Blocher, Wild und Neutralität.
05:09
von Jahrhundert zu Jahrhundert ist es immer wieder ein bisschen anders interpretiert worden. Aber die Schweiz war immer neutral, wenn man Zeitgenossen fragt. Das war im 17. Jahrhundert schon der Fall, im 18. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert, im 20. Jahrhundert und auch im 21. Jahrhundert. Und da müssen wir es halt vielleicht neu definieren.
05:25
Also gut, und in Frankreich hat es geheißen «Pas d'argent, pas de suisse». Also ohne Geld hat man einfach keine Schweizer gehabt. Es war also dort der reine kommerzielle Aktion und hat auf diese Art und Weise die Kritik beeinflusst.
05:36
Nein, das stimmt nicht, Roger. Das ist einfach vollkommen...
05:39
Wie es immer darum ging, dass man als Gegenleistung zum Beispiel der Franzosen hat man faktisch einen militärischen Schutz gehabt. Es ging nicht nur um Geld, man hat Salz bekommen, man hat Zugang zum französischen Binnenmarkt usw. Das hat aber alles damals als neutral geholfen, weil man gleichzeitig auch Verträge hatte zum Beispiel mit Spanien, mit Österreich usw. Die Schweiz gilt seit dem 30-Jährigen-Krieg in Europa als neutral.
06:07
Also, am Samstag ein Artikel von Erik Goya, Chefredakteur der NZ, wo du ja unglaublich schätzt und so, hat in diesem Zusammenhang folgende zwei Sätze geschrieben. Tatkräftig unterstützt Russland. die von der SVP vertretende Neutralitätsinitiative, über die im September abgestimmt wird. Doch eine Einmischung des Kremls in die Abstimmung will Blocher partout nicht erkennen. Hier ist augenscheinlich etwas zusammengewachsen, was zusammengehört.
06:38
Das ist also happig. Zusammengewachsen, was zusammengehört. Blocher und Putin. Der Putin freut sich über den Blocher, der ihm hilft, in seiner Haltung in Europa, möglicherweise in seiner Absicht, Europa anzugreifen.
06:51
Ja, das ist ein bisschen bösartig. Was? Bösartig? Ja, das ist ein bisschen übertrieben. Was ist übertrieben? Ja, eben. Christoph Blocher hat mit Wladimir Putin nichts zu tun. Aber Putin mit dem Blocher? Und er ist auch mit Russland freundlich. Er hat eine sehr differenzierte Ansicht, was Russland betrifft.
07:06
Aber was sagst du dazu?
07:08
Es ist selbstverständlich so, dass für die Russen die Neutralitätsinitiative interessant ist, wie sie natürlich, oder Putin zumindest, seinem eigenen Volk gegenüber sagen, ja, wir sind nicht so isoliert in Europa. Ja, wir haben durchaus auch, zum Beispiel sogar in der alten neutralen Schweiz, haben wir noch Freunde, die sagen, sie wollen wieder neutral sein. Das ist Innenpolitik, das hat relativ wenig zu tun. So dumm und so naiv sind die Russen nicht, dass sie das Gefühl haben, sie können bei uns irgendeine Abstimmung beeinflussen.
07:41
Da geht es um Innenpolitik, der Putin ist in der Defensive, der Putin hat ein enormes Problem, weil er nämlich militärisch keinen Erfolg mehr hat und deshalb braucht er das.
07:50
Also Putin will überall in der Welt Abstimmung geben, will dabei Einfluss direkt, indirekt, offen oder hybrid oder wie das immer ist. Also du bist ja immer der Meinung, die Schweiz braucht eine starke Armee. General Petraeus ist der wichtigste US-General überhaupt. Er hat gesagt, es gibt eine neue Kriegsführung und die kann man nur lernen. von den Ukrainer. Alles, was wir bis jetzt hatten, von den Panzern, die nicht mehr funktionieren, weil die werden so abgeschossen von Drohnen bis zur Artillerie gerade nicht. Wir brauchen die Ukrainer. Also die Schweiz braucht die Ukrainer. Know-how von den Ukrainer.
08:21
Und auf dem müssen wir uns irgendwie da zurechtfinden und sagen, dort müssen wir es holen und sind dann halt nicht mehr ganz so neutral.
08:29
Das war ja immer so. Man hat sich immer ausgerichtet an denen, die Krieg führen müssen. Während der Französischen Revolution hat man von den Franzosen gelernt, nachher von den Preussen, nachher vielleicht von den Engländern, nachher von den Deutschen. Das ist doch normal. Die muss man verholen. Nein, nicht holen. Du musst ja vor allem schauen, was sie machen. Und ich meine nur wegen der Neutralität. In den 30er Jahren hat man zum Beispiel sehr viele Schweizer Offiziere entweder auf Paris an Kriegsakademie geschickt oder auf Berlin an Kriegsakademie. Die sind ausgebildet worden von den Deutschen, die sind ausgebildet worden von den Franzosen. Das hat man immer gemacht in der Schweiz und das war nicht ein unneutrals Verhalten.
09:03
Gut, also es wäre wichtig, dass man also den Know-how der Kriegsführung, der Zukunft, uns holt, an dem Ort, wo das vorhanden ist. Übrigens ist Christoph Blocher im Doppelpunkt am nächsten Sonntag bei mir in der Sendung am 11. Reden wir über die Hitzewelle, Trockenheit, letzte Woche haben wir darüber gesprochen. Du hast dann erwähnt, plötzlich ganz überraschend, die Landwirtschaft profitiere ja vom Klimawandel, die Produktion sei weltweit massiv gestiegen. Das hat mich total überrascht und ich habe natürlich nicht sofort Gegenargument zur Hand gehabt. Das ist deine Technik, mit der du in dieser Sendung immer wieder vorgehst.
09:35
Dabei ist alles, was du gesagt hast, falsch gewesen. Der Klimawandel... hat nicht die Landwirtschaft befeuert. Die Landwirtschaftsproduktion ist weltweit aus sehr, sehr finner Gründen hochgegangen, die wir gar nicht alle erwähnen müssen. Und ohne Klimawandel wäre es wahrscheinlich noch besser gegangen. Also du hast konstruiert einen kausalen Zusammenhang, den es gar nicht gibt. Mehr Landwirtschaft, also gut für den Klimawandel.
09:58
Gut, im Gegensatz zu dir habe ich es schön differenziert gemacht. Erstens, hast du gar nicht gewusst, dass die Erträge zugenommen haben. Das hast du nachher selber nachgeschaut und hast gemerkt, ah, der Sommer hat recht. Nein! In den 60er Jahren nimmt die landwirtschaftliche Erträge massiv zu, hast du nicht gewusst in der Sendung. Zweitens, der Anteil vom Klimawandel ist total umstritten. Es gibt zuerst, dass immer unsere Reinigung, Dünger, Produktivitätssteigerung usw. ist der Hauptfaktor. Und der andere Faktor ist umstritten. Es gibt die, die wie du, und das sind natürlich die Leute, die gerne den Klimawandel als ein riesiges Problem ansehen, die sagen, es wäre noch viel mehr möglich gewesen an Ertragssteigerungen, wenn der Klimawandel nicht da gewesen wäre.
10:36
Das kann sein, wir wissen es aber nicht, weil Produktivitätssteigerungen der Landwirtschaft haben ja auch damit zu tun, dass man reagiert hat auf den Klimawandel und gewisse Sachen gemacht hat, wo es verbessert. Zweitens ist völlig unbestritten, da kannst du eine NASA-Studie Ansehen. Unser Planet wird immer grüner und grüner und grüner. Es kommt immer mehr Vegetation dazu und dort ist der Zusammenhang vollkommen klar. Mehr CO2 in der Atmosphäre führt zu mehr Pflanzenwachstum und dass das der Landwirtschaft hilft, liegt auf der Hand und es gibt Dutzende von Studien jetzt, wo das eindeutig
11:07
Also, du bist dafür, dass es mehr CO2 gibt, also mehr Erwärmung.
11:11
Ich nehme es zur Kenntnis, dass es passiert und es wird in den nächsten 200 Jahren nicht abnehmen. Und die Leute, die behaupten, man könnte das stoppen, die streuen den Leuten Sand in die Augen. Wir müssen uns damit abfinden, dass es wärmer wird. und dass unser Anteil da ist, aber wir können nicht von einem Tag auf den anderen auf unsere ganze Energieversorgung verzichten. Das können nur Leute, die gerne in der Steinzeit leben.
11:35
Gut, und dort lebst ja du vor allem ein Tag.
11:38
Nein, ich lebe nicht in der Steinzeit.
11:39
Nein, Roger, das geht nicht.
11:40
Moment. Nein, das geht nicht. Ich erzähle Gottverdeckl nicht einfach die Zeuge, dass du mich nachher zitierst im Gegenteil.
11:46
Ich kann nicht mal einen halben Satz sagen können, Markus, hör dich mal auf. Du hast gesagt, von einem Tag zum anderen muss man das ändern. Nein, es gibt Klimaziele, die sind genau definiert bis 2040, bis 2050. Was man dann machen kann, wie man auf Ausstoss Null ist, aber du machst dich immer lächerlich über die erneuerbare Energie. Ja, dann so lässt du dich. Windrädchen und so weiter und so fort. Dabei haben wir jetzt gerade gemerkt in dem Sommer, wie Strom wichtig ist, Solarstrom, weil bei tiefem Wasserstand hat man weniger Strom produzieren können.
12:17
Und das sagt mir noch, die Schweiz ist ja klein, das ist ja gar nicht wichtig und so. Auch noch ein Argument von Leuten, die du irgendwie nahe stehst. Und da sage ich einfach, ja, dann zahle ich keine Steuern mehr. Weil die Schweiz wird nicht ärmer, wenn ich keine Steuern zahle. Ist doch gar nicht wichtig. Nein, wir müssen alle etwas machen. Ich habe...
12:35
Moment! Wir sind ja die Einzigen. Frage mal die Chinesen und die Inden, das Argument ist doch ganz anders und du kehrst völlig um.
12:41
Moment, ich bin noch nicht fertig. Ich mache etwas. Ich glaube, alle müssen etwas machen. Seit 15 Jahren fahre ich ein Elektroauto, ich habe Solarpanel für Strom und Warmwasser, ich habe eine Wärmepumpe und jeder, der das sieht, muss einen Beitrag geben. Was ist dein Beitrag, Markus?
12:58
Du fliegst, du fliegst. regelmässig auf Ibiza, das ist eine der grössten Klimaschäftigungen, die es gibt. Ja, wie fliegst du mit dem Bötchen? Nein. Gehst du mit dem Bötchen? Ruder ist auf Ibiza. Markus, dort... Wie tust du den du heizen? Mit Wärmepumpen.
13:10
Neuerdings mit Wärmepumpen.
13:12
Also, Ibiza fliegst du auf Ibiza oder fliegst du nicht auf Ibiza? Wie viele Mal fliegst du auf Ibiza im Jahr? Markus, ich sage... Bitte eine Zahl. Bitte eine Zahl. Ich fliege nicht so viel wie du. Ja, gut. Viel weniger. Viel weniger. Mein CO2-Ausstoss ist wahrscheinlich viel kleiner als deiner.
13:25
Ich sage dort, wo man sparen kann. Wieso kannst du nicht sparen? Du kannst auch eine Menge an deinen Wohnungen haben. Ja gut, also wie du eine geerbt hast, ich musste alles selber erarbeiten, ich konnte es nicht erben, etc. Die Tatsache ist, dort wo man sparen kann, sollte man es machen. Ich warte darauf auf die Elektroflugzeuge, bis die kommen. Aber beim Auto kann man es machen. Aber du kaufst einen Diesel, eigentlich um ein Zeichen zu setzen. Ich kümmere mich einen Scheiss um das Klima.
13:49
Aber dann könntest du ein Zeichen setzen und diese Fuße in Ibiza verkaufen. Ich finde das hervorragend, dass du so ein unglaubliches Vermögen selbst erwirtschaften und eine Ferienwohnung kaufen kannst. In Ibiza finde ich irrsinnig, anerkenn ich. Aber wenn es dir so wichtig wäre, wie du behauptest, würdest du eine Wohnung kaufen im Engadin oder im Tessin. Tessin ist auch schön, aber du fliegst immer auf Ibiza. Ich kann dir nicht sagen, ich habe einen grösseren CO2-Abdruck als du.
14:14
Du hast viel einen grösseren. Ich bin der Meinung, dass eben das mit der Flugscham etc., das ist völlig übertrieben worden, ist auch nicht so wichtig. Aber vor allem sollte man dort, wo man es kann machen, sparen, dort sollte man es machen. Und ich bin nicht der Meinung, dass man die Lebensqualität irgendwie zurückfahren sollte. Du verordertest von mir, dass ich jetzt wie du ins Engadin gehe. Nein, verordere ich nicht. Aber nein, die Lebensqualität, dass die Leute auch in die Ferien fahren dürfen, fliegen, in den Neumann fliegen, ohne dass sie sich schlecht fühlen, aber dass dort, wo sie es machen können, dort sollten sie machen.
14:48
Und dort machst du nichts, du machst dich nur lächerlich, du schreibst nur immer Atom, Atom, Atom, das ist alles einzig, was du beibuchst.
14:54
Nein, weil das wirklich eine vernünftige Antwort wäre auf den Klimawandel, wo du ganz genau weisst. Und die Leute, die behaupten, wir haben Netto Null 2050, die lügen dich an, die lügen dich total an. wird nie möglich sein, 20-50 zu erreichen, Netto Null. Niemand, der daraus kommt, glaubt an das. Man streut den Leuten Sand ins Auge. Der Punkt ist der, wir können auf Öl auf weitere Sicht nicht verzichten. Wir werden auch Ende Jahrhundert noch Erdöl brauchen und Erdgas auch. Und man sollte den Leuten es ähnert, die Wahrheit sagen.
15:26
Die Wahrheit heisst, wir brauchen für unseren Lebensstil, nicht nur für Iwiza, sondern für unseren Lebensstil, wo ich völlig in der Meinung bin, ich will nicht, dass wir den Lebensstil reduzieren müssen.
15:35
Dafür brauchen wir Erdöl, wir brauchen fossile Brennstoffe. Es wird wärmer, aber wir können damit umgehen. Und die Kosten, die wir haben, um damit umzugehen, sind viel, viel kleiner als der Versuch, auf fossile Brennstoffe zu zichten.
15:53
Also man muss es vielleicht nicht verzichten, man muss es aber runterfahren. Es haben sogar Chinesen gemerkt mittlerweile, die drei Viertel von der weltweite Solarpanel produzieren und auch einsetzen.
16:04
Und 90% von ihrem Strom immer noch mit Kohle, Öl und Atomkraft und Wasserkraft machen. Stimmt. Und du erzählst einfach Blech. Chinesen schauen überhaupt nicht auf das. Sie machen das, weil sie wissen, die Europäer sind dumm genug und fallen auf sie ein.
16:19
Also, aber du fährst nicht ein, du fährst noch Diesel, noch in 100 Jahren fährst du Diesel. Ja, mit Vergnügen und Überzeugung.
16:24
Und solange der Roger Chavinsky auf Ibiza fliegt, habe ich ein sehr gutes Gewissen, weil mein CO2-Ausstoss ist kleiner als deiner.
16:31
Ja, also, das weiss ich nicht. Du bist auch mit deiner Familie schon in Amerika gewesen.
16:34
Aber nicht so viel wie du, Ibiza. Ja, ja, Amerika ist noch ein bisschen weiter.
16:37
Ein bisschen weiter.
16:39
9 Stunden und ich fliege an eine halbe Stunde. Aber nicht alle zwei Monate.
16:42
Da kann ich sechsmal dorthin gehen, bist du einmal in Amerika gewesen. Auf Amerika fliegst du auch. Nein, ich bin Jahre nicht mehr in Amerika. Aber gleich, jetzt müssen wir uns das nicht vorheben. Ich bin der Meinung, man muss eine Haltung haben. Und du hast eine falsche Haltung. Du sagst, es nützt nichts, es wird einfach weitergehen. Und ich meine, gerade den Sommer, wo wir gemerkt haben, wir haben kein Wasser mehr. Ich war im Tessin eben über das Wochenende. So trocken hat man das noch nie erlebt.
17:04
Aber das sind zwei verschiedene Sachen. Das eine ist der Klimawandel, den ich ja gar nicht bestreite. Und dann wird es wärmer.
17:10
Aber du machst nichts dagegen?
17:11
Weil das nicht geht, weil das nicht stimmt. Schau doch die Zahlen an. Wir machen seit 30 Jahren die Scheisspolitik, die falsch ist. Und wir haben den CO2-Ausstoss sogar erhöht. Wir haben den erhöht. Es ist doch die Leute für dumm verkaufen. Wenn man denen sagt, du kannst mit Sparen und Tesla fahren, kannst du das Problem lösen. Es stimmt nicht.
17:33
Gut, also wenn man eben das nicht gemacht hätte, die ersten Schritte, hätte man noch viel mehr CO2, ist zum Teil sogar runtergegangen und man muss einfach versuchen, das anzubringen. Aber wieso du dich so dagegen wehrst, das habe ich immer noch nicht begriffen. Warum du dich so wirklich, also einfach Atom, Atom, Atom, Atom, obwohl du weisst, dass wir in den nächsten 20 Jahren keine Atomkraft werden.
17:54
Also gehen wir auf ein anderes Beispiel. Die Kommunisten haben behauptet, man könne mit der Revolution die Welt besser machen. Oh mein Gott.
17:59
Nein, ich höre mal gut zu und ich meine es ganz ernsthaft,
18:02
Ich nehme mir jetzt sehr Mühe. Es gibt doch Ideen, die gut tönen, die viele versprechen und nicht funktionieren. Und du bist selber Unternehmer und weisst genau, das ist ganz normales Unternehmer. Man vertritt zuerst etwas, nachher sieht man, es funktioniert nicht und dann korrigiert man. In der Politik passiert das selten oder häufig erst 50 Jahre nach dem Katastrophen eingetreten ist. Den Klimawandel können wir nicht so bekämpfen, wie der Balthasar Glättli das meint. Und wieso, dass du dem Balthasar Glättli mehr glaubst als mir, das ist dein Geheimnis.
18:35
Also wieso du den Kommunismus mit einer wissenschaftlichen Erkenntnis in Bezug auf den Klimawachsel einfach vergleichst, das zeigt mir, dass du wirklich argumentationsfrei bist.
18:45
Du kannst es nicht auseinanderhalten. Der Klimawandel ist das eine. Dort hat man gewisse wissenschaftliche Belege. Und das andere sind die Methoden. Und wir reden jetzt über die Methoden. Wir reden darüber, kann man eine Energieversorgung organisieren, nur mit Solar und Wind, ohne Atomkraftwerke, ohne Gaskraftwerke, ohne Kohlenkraftwerke, ohne Erdölkraftwerke. Man kann es nicht. Fragt jeden Ingenieur, man kann es nicht. Und wenn du da einfach, das ist zu viele verschiedene Sachen, die Rezepte, die die Grünen vertreten, die funktionieren nicht.
19:16
Bitte sofort korrigieren. Also die Fossilen müssen zurückgebaut werden, sonst werden wir eine ganz schlimme Welt, werden wir unseren Kindern und unseren Enkeln hinterlassen. Und die ersten Vorzeichen haben wir jetzt in diesem Sommer schon gesehen.
19:28
Okay, nächstes Thema.
19:31
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19:57
Gemäss Markus Summe ist Donald Trump der schlechteste Präsident der Vereinigten Staaten. Aber meiner Meinung nach, wenn man darüber spricht, ist er auch noch der korruptische. Darum freue ich dich, Markus. Was haltest du von Insider-Deals an der Börse?
20:10
Ja, das finde ich, es kommt sehr darauf an. Früher war das völlig egal, kein Problem gewesen. An der Börse hat man immer davon gelebt, dass man andere Informationen hat, bessere Informationen. Gewisse Informationen hätte man wahrscheinlich nicht nutzen dürfen. Jetzt ist das Gesetz klar geregelt. Und von dem her, wenn Donald Trump solche Sachen macht, dann gibt es dort ein Gesetz und dann wird er auch verfolgt usw. Aber mich langweilt die Diskussion, weil die Politik in Amerika ist schon lange sehr korrupt. Auf der einen Seite ist Republikaner und Demokraten, beide super korrupt. Donald Trump erreiche sicher eine neue Spitze, auch was die Transparenz seiner eigenen Korruption betrifft.
20:46
Aber mich interessiert vielmehr seine Politik und dort finde ich nach wie vor, ich sage es noch einmal, Iran-Politik nicht gut, nicht gut, nicht gut.
20:55
Wieder mal so eine typische Wischi-Waschi-Antwort. Also es geht darum, wenn man Informationen schneller hat, hat man Vorteile an der Börse. Und so hat Trump-Ankündigungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sofort zu Börsenreaktionen geführt. Der Trump hat mir das gemerkt gehabt und hat gesagt, oh, da kann ich ja das nutzen und hat jetzt etwas Neues erfunden. Ein neues Geschäftsmodell. Er gibt gegen 100'000 Dollar im Monat Informationen früher raus, an gewisse Leute, die zahlen, als alle anderen. Und die können dann an die Börse schneller reagieren.
21:26
Das ist Korruption im äussersten Mass. Er kassiert da ab mit Insider-Infos. Und in Amerika geht das im Moment noch durch. Man ist das so viel schon gewohnt von dem Donald Trump, was so schamlos ist, dass nicht einmal da so eine richtige Reaktion ist. Und die Trump-Crime-Family kassiert weiter. Du hast immer ja geredet von der Biden-Crime-Family. Und dann hast du gesagt, was? Das geht um 20 Millionen, 20 Millionen. Da geht es um 2 Milliarden. Wieso habe ich von dir den Ausdruck Trump-Crime-Family noch nie gehört? Das ist wirklich eine Crime-Family?
21:56
Nein, ich finde nicht. Ich finde nachher von Joe Biden etwas vom Schlimmste, was es gibt. Ich finde auch die anderen. Bill Clinton war sehr korrupt und so weiter. Also wie gesagt, ich habe es vorhin gesagt, Korruption, blabla.
22:06
Wenn es dann nicht passt, dann musst du ja nicht blabla sagen, dann musst du mich ja nicht fragen. Es ist kein Vergleich, es geht um Milliarden.
22:12
Für mich ist es genau das Gleiche. Ich finde, Trump tut es übertrieben, ich finde es nicht gut. Ich bin auch überzeugt, dass wenn es so geschildert worden ist, wie es du jetzt geschildert hast, das ist tot sicher illegal. Da wird er tot sicher juristische Schwierigkeiten bekommen oder seine Familie, das ist ja völlig klar. Gleichzeitig muss ich sagen, wenn Wenn ich die Leute anschauen, v.a. seinen Schwiegersohn oder den Brüdern des Schwiegersohns, die können etwas. Die sind 300'000 Mal intelligenter als der birreweiche Hunter Biden. Von dem her, wenigstens sind sie korrupt auf einem höheren Niveau. Und wie gesagt, mir geht es beim US-Präsident darum, was macht er inhaltlich für eine Politik.
22:48
Kennedy war auch korrupt. Das ist nicht mein Thema. Mein Thema ist, ich möchte eine gute Politik.
22:53
Also, Korruption auf höherem Niveau, das ist ein Begriff, den müssen wir uns merken. Das heisst also, im grösseren Stil nehme ich an, wenn es um viel mehr Geld geht. Also, der Iran-Krieg, reden wir über den EU, der läuft nicht so, wie du hoffst. Weiter kein Angriff von der USA in der letzten Woche. Was hat man gehört? Donald Trump hat eine neue Idee. Hast du von seiner Idee gehört?
23:11
Die Strasse von Hormuz will er annektieren und sie neu nennen «Straight of America».
23:18
Das finde ich super. Das finde ich super, ja, wenn er es durchsetzen würde, wäre das super. Ja, wie soll er es durchsetzen? Er könnte das militärisch. Nein, kann nicht. Natürlich. Aber wieso macht er es denn nicht?
23:28
mühsam ist und viel riskant ist und er hat bald Wahlen. Und er will eigentlich nicht den Krieg noch haben in den Wahlen. Und er wird ihn noch haben. Und ich mache dir jetzt die Prophezeiung, es wird noch lange weitergehen, wenn es so weitergeht. Weil er zögert immer wieder, anstatt dass er zuschlägt. Ich verstehe es nicht und ich finde es nicht gut und es bleibt dabei in meiner Einschätzung, wenn er das nicht endlich löst, dann wird er als einer der schlechtesten Präsidenten eingeschickt.
23:53
Also er hat ja zwei Hauptversprechungen gemacht als Kandidat. Die Preise gehen runter, am ersten Tag schon, sie sind hochgegangen.
24:01
Die Inflation ist 3,5% und die Leute sind total sauer über die Wirtschaft zu entwickeln. Und no endless wars anymore. Kein endlose Krieg. Und genau das könnte jetzt einer werden, weil die Iraner, die hören nicht auf, die könnten jetzt sogar noch angreifen. Man hört, die könnten noch angreifen. Es ist nicht nur der Donald Trump, der entscheiden kann, wie lange der Krieg geht. Und es könnte jetzt zu einem Endless War werden, wo die Amerikaner wieder verlieren.
24:27
Gut, alle Kriege haben es nicht verloren. Vietnam ist eine Ausnahme. Afghanistan nicht verloren. Nein, Afghanistan nicht verloren. Sie sind selber zurück. Wenn du weggehst und das K-Dom ist, haben wir dann nicht verloren. Niederlage ist etwas anderes, fragt die Deutschen. Das ist eine Niederlage, aber nicht, was die Amerikaner erlebt haben. Aber noch einmal zurück zu seinem Problem. Ja, er hat genau das gesagt und er hat immer noch sehr viele einflussreiche Leute in seiner eigenen Verwaltung, die der Meinung sind, dass man das sehr schnell abstellen kann.
25:01
J.D. Vance ist auf diesem absoluten Irrweg, wahrscheinlich unter Einfluss von Tucker Carlson.
25:07
Noch einmal, die Amerikaner können den Krieg gewinnen, aber sie müssen sofort und entschlossen reingehen. Und das will Trump nicht. Und da wird er noch total heimsuchen, wenn er so weitergeht.
25:17
Also sie können den Krieg nicht gewinnen. Sie haben es völlig falsch eingeschaut. Ihr Munitionslager ist wie gehend leer und der politische Wille ist nicht vorhanden. Und Donald Trump hofft wie du, nein, du hoffst nach dem Krieg. Viele hoffen, dass die Iraner einfach zusammenklappen, aber die klappen einfach nicht zusammen. Ja, sie werden aber zusammenklappen.
25:35
Das ist wie die Leute, die das Gefühl haben, Albert Speer kann alles. Nein, Albert Speer konnte es auch nicht. Die Deutschen sind zusammengebrochen. Irgendjemand spricht ein Regime zusammen unter diesem Druck. Der Punkt ist, ob Donald Trump den Druck aufrechterhalten und das ist bis jetzt immer noch der Fall. Bis jetzt haben wir immer noch die bis jetzt hat der Iran immer noch totale Probleme, ihres Öl zu verkaufen. Und solange das so ist, sind sie der Defensive.
25:57
Ja, Albert Speer, jetzt erwähnt er, als verliert. Nein, nein, Markus Somm, hör jetzt auf!
26:02
Die Iraner sind Nazis, jetzt hör doch mal auf! Wolltest du jetzt anfangen, die Iraner zu verteilen?
26:07
Die Iraner sind Nazis und es geht um das.
26:10
Und sie haben nichts anderes zum Ziel als die Vernichtung von Israel. Und ich verstehe nicht, warum du die Iraner fast in Schutz nimmst. Du bewunderst sie noch. Hast du das Gefühl, die sind irrsinnig? Nur mal, weil du den Trump, du hasst den Trump mehr, als du die Iraner hasst.
26:25
Das stimmt überhaupt nicht. Ich finde sie die Allerschlimmsten, aber sie sind leider am Drücken und haben Amerika gedemütigt und werden das weitermachen. Und Albert Speer, der einfach so ein paar Bauter gemacht hat, der war nicht der entscheidende Punkt. Aber an Markus Sommer kommen irgendwelche Namen in sich.
26:41
Einfach bla bla bla. Ja gut, dann stellen wir den Roger Jowinski auf. Albert Speer war der Rüstungsminister. Er hat die Rüstungsproduktion von den Deutschen seit 1941 auf 1945 verdoppelt und verdreifacht. Er hat etwas können, lieber Roger. Er hat etwas können und er ist entscheidend gewesen für den Rüstungserfolg von den Deutschen. Deshalb haben die Amerikaner ihn also bewundert. Er war schon mal Architekt, aber im Krieg schon lange nicht.
27:04
Aber gut, er hat überhaupt keinen Zusammenhang mit der Situation in der Strasse von Hormuz. Der jetzige Krieg gegen die Nazis in Deutschland, wo die Amerikaner dann in die Normandie, sondern in Italien und so weiter mit Hunderttausenden von Truppen Höhlen aufmachen. Das ist lächerlich, nur noch lächerlich.
27:21
Es geht darum, dass das ein Verbrecherregime ist, das Iran, gleich wie die Nazis. Und die Amerikaner haben im Zweiten Weltkrieg es viel besser gemacht, als was Donald Trump jetzt macht. Die Nazis waren viel gefährlicher als der Iran, müssen wir uns nicht diskutieren. Viel gefährlicher, gar keine Frage. Aber der Iran wird nicht auf diese Methode eingehen oder wird nicht zusammenbrechen, wenn der Trump das so weitermacht, wie er es macht.
27:44
Okay, also, Donald Trump und Markus Somm, die haben, glaube ich, beide im Moment einige Probleme, würde ich jetzt da sagen, argumentativ und aus dieser Sache rauszukommen und irgendwie versuchen, dass da noch etwas Gutes rauskommt. Ich glaube es nicht. Anyhow, wir reden weiter, nächste Woche am Sonntag, an den Christoph Blocher im Doppelpunkt. Danke für die Aufmerksamkeit, schönen Abend und viel Vergnügen.
28:08
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Das ist ein Radio 1 Podcast.