NZZ|1680 - Schicksalswahl für Trump: Korrespondentin Isabelle Jacobi zu den Midterms
Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.
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Resumen del episodio
In dieser Episode analysiert die Korrespondentin Isabel Jacobi die bevorstehenden US-Midterm-Wahlen und die damit verbundene politische Unsicherheit. Sie beleuchtet die Ausgangslage für Demokraten und Republikaner, die Bedeutung einzelner Wahlbezirke sowie das potenzielle Risiko von Rechtsstreitigkeiten und einer Verfassungskrise.
Zudem werden wichtige Senatsrennen und deren Bedeutung für die politische Dynamik besprochen, wobei auch die politische Zukunft von Senator Jon Ossoff thematisiert wird.
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Die Republikaner befinden sich also in Orten in der Defensive, wo sie eigentlich mühelos siegen sollten, wie in Iowa, Kansas, Texas, Alaska.
00:00:35 · Der Sprecher beschreibt die ungewöhnliche politische Instabilität in traditionell republikanischen Bundesstaaten.
dass die Demokraten das Repräsentantenhaus sehr wahrscheinlich zurückgewinnen werden, weil die Polls so deutlich sind.
00:05:44 · Die Korrespondentin gibt eine Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit eines Machtwechsels im Repräsentationshaus basierend auf Umfragen.
Es ist gut möglich, dass in der Wahlnacht oder schon vorher ein Rechtsstreit ausbricht an mehreren Schauplätzen.
00:14:49 · Isabel Jacobi warnt vor den rechtlichen Konsequenzen und möglichen Klagen im Zusammenhang mit dem Wahlergebnis.
Potenziell, also das sind jetzt die schwärzesten Prognosen, könnte es zu einer Verfassungskrise kommen, die länger dauern würde
00:16:28 · Das Gespräch thematisiert das Extremrisiko, dass juristische Auseinandersetzungen die rechtmäßige Bildung des Kongresses verzögern könnten.
Wenn er stark gewinnt in Georgia, dann ist er sicher jemand, der auf dem Ticket der Demokraten stehen könnte 2028.
00:18:54 · Der Sprecher analysiert die politische Zukunft von Jon Ossoff im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl 2028.
In dieser Episode analysiert die Korrespondentin Isabel Jacobi die bevorstehenden US-Midterm-Wahlen und die damit verbundene politische Unsicherheit. Sie beleuchtet die Ausgangslage für Demokraten und Republikaner, die Bedeutung einzelner Wahlbezirke sowie das potenzielle Risiko von Rechtsstreitigkeiten und einer Verfassungskrise.
Zudem werden wichtige Senatsrennen und deren Bedeutung für die politische Dynamik besprochen, wobei auch die politische Zukunft von Senator Jon Ossoff thematisiert wird.
Publicado31 oct. 2026
Duración21:36
Episodios
1680-
Schicksalswahl für Trump: Korrespondentin Isabelle Jacobi zu den Midterms
Escuchado
In dieser Episode analysiert die Korrespondentin Isabel Jacobi die bevorstehenden US-Midterm-Wahlen und die damit verbundene politische Unsicherheit. Sie beleuchtet die Ausgangslage für Demokraten und Republikaner, die Bedeutung einzelner Wahlbezirke sowie das potenzielle Risiko von Rechtsstreitigkeiten und einer Verfassungskrise.
Zudem werden wichtige Senatsrennen und deren Bedeutung für die politische Dynamik besprochen, wobei auch die politische Zukunft von Senator Jon Ossoff thematisiert wird.
31 oct. 2026
1679-
Beef ums Rind: Indien streitet sich um seine heiligen Kühe
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent untersucht der Korrespondent Ulrich von Schwerin den erbitterten Konflikt in Indien um das Schlachtverbot für Kühe. Der Streit umfasst religiöse, wirtschaftliche und politische Dimensionen: Während hindu-nationalistische Organisationen wie die VHP den Schutz der heiligen Tiere als kulturelle Pflicht verteidigen, sehen Viehhändler und Bauern durch die Gesetze ihre Existenzgrundlage bedroht. Die Reportage beleuchtet die Folgen des Verbots, von illegalem Rindfleischschmuggel über gewalttätige Konfrontationen bis hin zur Problematik der wachsenden Zahl an ausrangierten Kühen in den Städten. Zudem wird analysiert, wie das Thema im Rahmen eines größeren Kulturkampfes politisch instrumentalisiert wird.
30 oct. 2026
1678-
Machtwechsel in Serbien: Das Demokratie-Experiment beginnt
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent analysiert die Korrespondentin Nicole Anleka den überraschenden Wahlsieg der serbischen Studentenbewegung, die mit 53 Prozent der Stimmen die Parlamentswahlen gewonnen hat. Der Bericht beleuchtet den historischen Moment, in dem eine Protestbewegung es schaffte, die Macht der Straße an die Urnen zu bringen und das langjährige Regime von Aleksandar Vucic herauszufordern. Die Diskussion umfasst die basisdemokratische Organisation der Bewegung, die Strategie zur Mobilisierung der ländlichen Bevölkerung sowie die enormen Herausforderungen bei der Bildung einer neuen Regierung und der Reform von Justiz und Medien.
29 oct. 2026
1677-
Kreml-Propaganda im TV: Wie Russland das Feindbild Westen zementiert
Escuchado
In diesem Podcast aus der Reihe NZZ Akzent berichtet die Journalistin Inna Hartwig über ihr einwöchiges Experiment, bei dem sie ausschließlich russisches Fernsehen konsumiert hat. Sie beschreibt eine tiefgreifende Propaganda-Maschinerie, die den Krieg in der Ukraine als militärische Spezialoperation darstellt und ein verzerrtes Bild von Russland als Verteidiger gegen einen feindseligen Westen vermittelt.
Das Programm ist geprägt von einer ständigen Präsenz des Krieges, selbst in Unterhaltungsformaten wie Dating-Shows. Hartwig erläutert, wie durch die gezielte Verdrehung von Fakten und die Durchsetzung einheitlicher Wording-Vorgaben durch den Kreml eine Realität geschaffen wird, die darauf abzielt, die Bevölkerung zu manipulieren und traditionelle, militarisierte Rollenbilder zu festigen.
28 oct. 2026
1676-
Brasilien: Warum Lulas vierte Amtszeit eine Herausforderung wird
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent analysiert Südamerika-Korrespondent Alexander Busch den überraschenden Wahlsieg von Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien. Der Bericht beleuchtet die dramatische Aufholjagd Lulas gegen Flavio Bolsonaro, die entscheidende Rolle der Mobilisierung über soziale Medien wie WhatsApp und die tiefe politische Spaltung des Landes. Die Diskussion umfasst zudem die Herausforderungen für Lulas kommende Amtszeit, insbesondere den Widerstand eines rechten Kongresses, die geopolitischen Auswirkungen von US-Einflussnahme unter Trump sowie die wirtschaftliche Bedeutung Brasiliens im Verhältnis zu China.
27 oct. 2026
1675-
Kindesmissbrauch per Livestream: Europäische Täter, philippinische Opfer
Escuchado
In dieser Episode des Podcasts Akzent thematisiert Nadine Landert mit dem Südostasien-Korrespondenten Andreas Papst die alarmierende Zunahme von Online-Kindesmissbrauch auf den Philippinen. Am Beispiel des 14-jährigen André wird aufgezeigt, wie Täter aus Europa und den USA über Livestreams und soziale Medien auf Kinder zugreifen, oft unter Mitwirkung von Bezugspersonen im engsten Umfeld der Opfer.
Der Bericht beleuchtet die strukturellen Ursachen für dieses Phänomen, darunter die hohe Verfügbarkeit von mobilem Internet, die englische Sprachkompetenz sowie die extreme Armut im Land, die dazu führt, dass auch Mütter als Täterinnen agieren. Die Diskussion umfasst zudem die Herausforderungen der internationalen Strafverfolgung und die Notwendigkeit globaler Kooperationen zur Bekämpfung dieser digitalen Form der Kriminalität.
26 oct. 2026
1674-
So denkt die französische Peripherie über die Proteste
Escuchado
Dieser Bericht von NZZ Akzent beleuchtet die tiefen gesellschaftlichen Spaltungen in Frankreich angesichts der jüngsten gewaltvollen Proteste. Die Reportage führt durch verschiedene soziale Schichten und Regionen, vom friedlichen Dorf Uningue im Elsass über die politisch aktiven Kreise in Straßburg bis hin zu den wirtschaftlich belasteten Außenbezirken. Dabei werden die gegensätzlichen Perspektiven von bürgerlichen Politikern, linken Aktivisten und der arbeitenden Mittelschicht gegenübergestellt.
Im Zentrum stehen die Ursachen der Unruhen: Die Frustration über marode Infrastruktur, schlechte Bildungsbedingungen und steigende Lebenshaltungskosten trifft auf die Schuldzuweisungen zwischen staatlicher Gewalt und politischer Instrumentalisierung. Die Episode zeigt ein Land im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Bewahrung republikanischer Werte und einer tief sitzenden Wut über das Versagen der Regierung unter Emmanuel Macron.
23 oct. 2026
1673-
Lindt & Sprüngli in der Krise: Der Schokoladekonzern braucht neue Gesichter
Escuchado
Diese Episode von NZZ Akzent analysiert die aktuelle Krise beim Schweizer Schokoladengiganten Lindt & Sprüngli. Im Zentrum steht die plötzliche Entlassung des langjährigen CEO Adalbert Lechner nach massiven Umsatzwarnungen und einem starken Rückgang der Verkaufsvolumina im deutschsprachigen Raum. Die Analyse beleuchtet, wie drastische Preiserhöhungen von bis zu 50 Prozent, verursacht durch steigende Kakaopreise, die Kundschaft abgeschreckt haben.
Der Wirtschaftsredaktor Matthias Benz erläutert zudem die tieferliegenden strukturellen Probleme, den Einfluss des mächtigen Verwaltungsratspräsidenten Ernst Tanner und die Notwendigkeit eines Generationenwechsels in der Führungsetage. Die Folge sind ein massiver Wertverlust der Aktie und eine strategische Herausforderung, das Premium-Image zu wahren, während gleichzeitig die Preissensibilität der Konsumenten neu bewertet werden muss.
22 oct. 2026
1672-
Trumps harter Kurs: wie die USA Migranten nach Afrika abschieben
Escuchado
Der Podcast NZZ Akzent thematisiert den Fall von Roberto Moschera, einem kubanischen Staatsbürger, der unter der Trump-Administration aus den USA in das Hochsicherheitsgefängnis von Eswatini abgeschoben wurde. Der Bericht beleuchtet die politischen Hintergründe der Massenabschiebungen in Drittstaaten sowie die prekären Lebensbedingungen des Gefangenen.
21 oct. 2026
1671-
Trump und Selenski im Streit: Worum es wirklich geht
Escuchado
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine befinden sich in einer tiefen Krise, die als die schlimmste seit anderthalb Jahren beschrieben wird. Im Zentrum steht ein zunehmender Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Präsident Wolodymyr Selenskyj, verstärkt durch US-amerikanische Entscheidungen wie den Diesel-Deal mit Russland und die Einschränkung von Starlink-Diensten für ukrainische Drohnenangriffe. Während Trump Druck auf Kiew ausübt, um seine innenpolitischen Ziele in den USA zu verfolgen, sucht Selenskyj nach neuen Wegen der Unterstützung, insbesondere bei europäischen Partnern.
Der Podcast analysiert die Hintergründe dieser frostigen Stimmung, die Auswirkungen auf die ukrainische Kriegsführung und die strategischen Optionen der Ukraine. Es wird beleuchtet, wie die Reduzierung geheimdienstlicher Informationen und technischer Hilfsmittel die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine schwächt und welche Rolle die europäische Unterstützung in dieser instabilen Lage spielen kann.
20 oct. 2026
1670-
Provokation Kopftuchverbot: Aserbaidschan verärgert Iran und Türkei
Escuchado
In dieser Folge von NZZ Akzent thematisiert der Korrespondent Volker Papst die jüngsten Proteste in Aserbaidschan, die durch eine neue Kleiderordnung an Schulen ausgelöst wurden. Das Verbot religiöser Symbole wie des Kopftuchs wird im Kontext eines autoritären Staates analysiert, der versucht, den Einfluss des Nachbarlandes Iran und dessen religiöse Identität einzudämmen.
Die Diskussion beleuchtet zudem die geopolitischen Spannungen zwischen Aserbaidschan, der Türkei und dem Iran sowie die wachsende Bedeutung des Landes als wichtiger Energielieferant für Europa. Es wird aufgezeigt, wie wirtschaftliche Ressourcen und militärische Erfolge dazu führen, dass sich Aserbaidschan zunehmend als eigenständiger Partner auf Augenhöhe agiert und trotz Kritik am Regime eine enge Allianz mit Israel sowie eine strategische Partnerschaft mit dem Westen beibehält.
19 oct. 2026
1669-
Ein Roadtrip von Indien in die Schweiz – was unser Korrespondent erlebt hat
Escuchado
Andreas Babst berichtet von seiner Reise von Indien in die Schweiz mit einem nostalgischen Hindustan Ambassador. Er thematisiert dabei technische Herausforderungen, die ökologischen Folgen des Klimawandels am Aralsee sowie tiefgreifende Begegnungen mit Menschen wie dem russischen Flüchtling Pavel.
Darüber hinaus reflektiert er über universelle menschliche Gemeinsamkeiten trotz kultureller Unterschiede. Er spricht zudem über seinen Schreibprozess für sein erstes Buch, die Bedeutung von Entschleunigung durch das Lesen und den Stolz auf die gemeinsame Bewältigung schwieriger Situationen mit seiner Partnerin.
17 oct. 2026
1668-
Netanyahu und kein Ende: Wer gewinnt die Knesset-Wahl in Israel?
Escuchado
Die bevorstehende Parlamentswahl in Israel am 27. Oktober steht im Zeichen der politischen Zerrissenheit und der Folgen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober. Im Zentrum des Wahlkampfs steht die Frage, ob Benjamin Netanyahu seine Macht behalten kann oder ob der ehemalige Armeechef Gadi Eisenkott mit seiner neuen Partei Yashar eine Alternative bieten kann. Während Sicherheitsfragen und das Vertrauen in die staatliche Schutzfunktion die emotionale Debatte dominieren, prägen auch innenpolitische Konflikte wie die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe und die hohen Lebenshaltungskosten das politische Klima.
Der Bericht beleuchtet die strategischen Herausforderungen beider Lager. Während Netanyahu als erfahrener „politischer Magier“ gilt, der es versteht, Wähler zu mobilisieren, fehlt Eisenkott noch die nötige Erfahrung in der Koalitionsbildung. Die Wahl wird voraussichtlich über die Frage entscheiden, wem das israelische Volk in einer Zeit extremer Unsicherheit am meisten vertraut.
16 oct. 2026
1667-
LGBTQ in Ungarn: Hoffnung nach Orban, aber Skepsis überwiegt
Escuchado
Dieser Podcast von NZZ Akzent beleuchtet den politischen Wandel in Ungarn und dessen Auswirkungen auf die LGBTQ-Gemeinschaft nach dem Regierungswechsel. Anhand einer Reportage der Korrespondentin Meret Baumann werden die repressiven Maßnahmen der Viktor Orbán-Ära, wie das Verbot der Geschlechtsänderung und das restriktive Kinderschutzgesetz, den ersten Reformansätzen der neuen Regierung unter Péter Magyar gegenübergestellt. Die Episode beschreibt die Atmosphäre während der Pride in Pécs und diskutiert die Chancen sowie die tiefgreifenden gesellschaftlichen Herausforderungen für eine vollständige rechtliche Gleichstellung in einem weiterhin konservativen Umfeld.
15 oct. 2026
1666-
Saudiarabien unter Huthi-Beschuss: Warum alle tun, als wäre nichts
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent berichtet der Nahost-Korrespondent Revert Hofer über die jüngste Eskalation der Gewalt in Saudi-Arabien durch Angriffe der Houthi-Miliz auf den Flughafen in Riyadh. Der Bericht beleuchtet die Auswirkungen eines tödlichen Raketenangriffs, der zahlreiche Opfer forderte und den Flugverkehr massiv beeinträchtigte. Hofer beschreibt die aktuelle Stimmung in der Bevölkerung, die trotz der Anschläge eine gewisse Gelassenheit zeigt, sowie die wirtschaftlichen Risiken für das Land.
Der Fokus liegt auf der potenziellen langfristigen Instabilität Saudi-Arabiens. Während die Regierung versucht, durch internationale Konferenzen wie den World Petroleum Congress Normalität zu demonstrieren, führen die Angriffe zu Planungsunsicherheit für globale Unternehmen und gefährden die Strategie des Landes, Investitionen anzuziehen und von Ölimporten unabhängig zu werden. Die Episode analysiert zudem die geopolitische Lage und die eingeschränkte Unterstützung durch internationale Verbündete.
14 oct. 2026
1665-
Missbrauch an US-Colleges: Fall der «Cornell 7» bringt #metoo zurück
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent thematisiert die USA-Korrespondentin Isabel Jacobi die massive Protestwelle an der Cornell University, die durch Vorwürfe einer Gruppenvergewaltigung ausgelöst wurde. Der Fall um die sogenannten „Cornell Seven“ hat eine nationale Debatte über sexuelle Gewalt an Elite-Universitäten, die Rolle von Studentenverbindungen und die Wirksamkeit von Schutzgesetzen wie Title IX entfacht. Die Berichterstattung beleuchtet zudem die starke politische Polarisierung in den USA, wobei der Fall sowohl von linken Politikerinnen als auch von Donald Trump kommentiert wurde.
Die Diskussion umfasst die rechtlichen Komplexitäten des Falls, insbesondere im Hinblick auf die Konsensfähigkeit unter Drogeneinfluss und die laufenden strafrechtlichen Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft New York. Zudem wird analysiert, wie das Thema durch soziale Medien viral ging und welche Auswirkungen die Debatte auf den anstehenden US-Wahlkampf haben könnte.
13 oct. 2026
1664-
Pest-Verdacht in Russland: Was geschah im Labor von Irkutsk?
Escuchado
In dieser Episode von Akzent thematisiert Nadine Landert einen mysteriösen Vorfall in Sibirien, bei dem eine 28-jährige Labormitarbeiterin an einer Lungenentzündung verstarb. Die Berichte über großflächige Desinfektionsmaßnahmen und Quarantänen in der Region Schelechow haben internationale Besorgnis ausgelöst, da die Möglichkeit eines Laborunfalls mit Pesterregern im Raum steht. Gemeinsam mit der Wissenschaftsredaktorin Stefanie Larz wird analysiert, wie ansteckend die Lungenpest im Vergleich zu COVID-19 ist und welche Risiken durch mangelnde Transparenz seitens der russischen Behörden entstehen.
12 oct. 2026
1663-
Wie der Tigray-Krieg erneut eskaliert
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent berichtet der Afrika-Korrespondent Samuel Mistelin über die erneute Eskalation des Konflikts in der Region Tigray im Norden Äthiopiens. Basierend auf seinen Beobachtungen vor Ort beschreibt er die drohende Gefahr eines regionalen Flächenbrands, der durch die Beteiligung von Akteuren wie Eritrea, dem Sudan und Somalia sowie die geopolitischen Ambitionen von Premierminister Abiy Ahmed befeuert wird. Der Bericht beleuchtet die humanitäre Notlage, die Rolle der TPLF und die potenziellen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und die Sicherheit am Roten Meer.
09 oct. 2026
1662-
Vom Ruhm zum Trauma: Britische Kriegsveteranen fühlen sich vergessen
Escuchado
In dieser Folge von NZZ Akzent berichtet der Korrespondent David Siegner über seine Begegnungen mit britischen Kriegsveteranen im Küstenstädtchen Clacton-on-Sea. Der Bericht beleuchtet das Leben ehemaliger Soldaten, die in Konflikten des ehemaligen Empire dienten und sich heute in ihrer eigenen Heimat oft unverstanden und abgehängt fühlen. Die Reportage thematisiert die psychischen Folgen von Kriegseinsätzen, die soziale Isolation sowie die wirtschaftliche Notlage vieler Veteranen.
Zudem wird der sozioökonomische Niedergang des Ortes Clacton-on-Sea als politisches Zentrum der Reform UK unter Nigel Farage analysiert. Die Episode verbindet persönliche Schicksale aus der Zeit des Kolonialismus und des Kalten Krieges mit einer Beobachtung der aktuellen politischen Stimmung in Großbritannien.
08 oct. 2026
1661-
Schülerproteste in Frankreich: Wenn Gewalt die einzige Sprache wird
Escuchado
Im NZZ-Akzent diskutiert Nadine Landert mit dem Frankreich-Korrespondenten Daniel Steinfurt über die eskalierenden Schülerproteste in Frankreich. Ausgehend von Beobachtungen im Pariser Vorort Saint-Denis beschreibt der Bericht, wie aus friedlichen Blockaden gegen marode Schulgebäude und schlechte Lernbedingungen landesweite Straßenschlachten zwischen Jugendlichen und der Polizei wurden. Die Diskussion beleuchtet die tieferliegenden Ursachen wie den Lehrermangel, die mangelnde Attraktivität des Lehrerberufs sowie soziale Benachteiligungen in bestimmten Regionen. Zudem wird thematisiert, wie politische Statements und die Suche nach Aufmerksamkeit zur Eskalation beigetragen haben und welche langfristigen Herausforderungen für das französische Bildungssystem bestehen.
07 oct. 2026
1660-
KI-Massenüberwachung: Forscher überrascht, wie leicht das geht
Escuchado
Diese Episode von NZZ Akzent thematisiert die Gefahren der Massenüberwachung durch die Kombination von Standortdaten und Künstlicher Intelligenz. Anhand eines Experiments des Schweizer Wissenschaftlers Oskar Thees wird aufgezeigt, wie vermeintlich anonymisierte GPS-Daten aus Smartphones mithilfe von KI-Modellen wie Claude mit hoher Effizienz reidentifiziert werden können. Die Untersuchung verdeutlicht, dass Bewegungsprofile als einzigartige Identifikationsmerkmale dienen und durch automatisierte Prozesse das Risiko für die Privatsphäre massiv erhöhen.
Der Beitrag beleuchtet zudem die Rolle von Datenbrokern, die Bewegungsdaten aus kostenlosen Apps sammeln und weitergeben. Es wird diskutiert, welche gesellschaftlichen Konsequenzen eine solche Technologie hat – von der Aufdeckung sensibler Orte bis hin zu potenziellen Sicherheitsrisiken für staatliche Institutionen oder Einzelpersonen. Die Episode hinterfragt die Handlungsfähigkeit von Privatpersonen gegenüber fortschrittlichen Datensammlungsmethoden.
06 oct. 2026
1659-
Wohnungsnot in Spanien: Das Drama um Maricarmen bringt die Regierung ins Wanken
Escuchado
Der Podcast NZZ Akzent thematisiert die eskalierende Wohnungskrise in Spanien, ausgelöst durch den emotionalen Fall der 87-jährigen Marie Carmen, die nach Jahrzehnten aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt wurde. Der Bericht beleuchtet die strukturellen Probleme des spanischen Mietmarktes, wie fehlenden langfristigen Mieterschutz, steigende Mieten durch Investmentgesellschaften und die zunehmende Touristifizierung von Wohnraum.
Zudem werden die sozioökonomischen Folgen für verschiedene Generationen analysiert, von jungen Erwachsenen, die in ihren Elternwohnungen bleiben müssen, bis hin zu Menschen, die in ländliche Regionen abwandern. Trotz politischer Versuche, durch Dekrete einzugreifen, scheiterten jüngste Regierungsmaßnahmen im Parlament, was die Protestbewegungen und Diskussionen über einen möglichen Generalstreik weiter anheizt.
05 oct. 2026
1658-
Kriegsfotograf Dominic Nahr: «Wir müssen zeigen, dass Leute sterben»
Escuchado
In diesem Podcast spricht der NZZ-Fotograf Dominik Nahr über seine Arbeit in Krisengebieten und die Herausforderungen, emotionale Distanz zu wahren. Er erläutert seine Methoden, wie er Menschen in Konfliktzonen fotografiert, sowie den Umgang mit extrem belastenden Situationen und der notwendigen technischen Ausrüstung.
Zudem thematisiert Nahr seine Sicherheitsvorkehrungen und die Strategien zur Bewältigung des psychischen Drucks. Dabei beschreibt er sein Ziel, durch professionelle Distanz und Fokus auf die Gegenwart Geschichte für die Zukunft zu dokumentieren.
03 oct. 2026
1657-
In Japan verschwinden jedes Jahr Tausende Menschen spurlos – und freiwillig
Escuchado
Dieser Podcast befasst sich mit dem Phänomen des freiwilligen Verschwindens in Japan, bekannt als Chohatsu. Anhand der Geschichte von Ota, einem Mann, der sein gesamtes bisheriges Leben hinter sich lässt, um einem neuen Anfang zu entkommen, beleuchtet die Reportage das existierende Geschäftsmodell von sogenannten Nachtfluchtunternehmen. Diese Dienste ermöglichen es Menschen gegen eine Gebühr, spurlos aus ihrem sozialen Umfeld zu verschwinden.
Die Recherche untersucht die tieferliegenden Ursachen für dieses Verhalten, darunter enormer gesellschaftlicher Erwartungsdruck, Schulden, soziale Isolation und das Bedürfnis nach einem persönlichen Reset. Der Beitrag vergleicht zudem die Verschwindensraten in Japan mit denen in Europa und reflektiert über die psychologischen Folgen des radikalen Kontaktabbruchs.
02 oct. 2026
1656-
Abzug aus dem Irak: Was denken die Iraker heute über die amerikanische Besetzung?
Escuchado
Der Podcast berichtet über den endgültigen Abzug der US-Truppen aus dem Irak und beleuchtet die persönlichen Erfahrungen von Bewohnern der Stadt Fallujah. Es werden die Ängste vor einem Machtvakuum und dem zunehmenden Einfluss des Iran sowie die komplexen Gefühle gegenüber den ehemaligen Besatzern thematisiert.
01 oct. 2026
1655-
Wahlsieg der Berliner Linken: Das steckt hinter den Antisemitismusvorwürfen
Escuchado
In diesem Podcast-Interview diskutieren Alice Grosjean und der Journalist Nathan Givertseff über die politische Lage in Berlin nach dem Wahlsieg der Linkspartei. Im Fokus stehen dabei Antisemitismus-Vorwürfe, die Nähe zu extremistischen Milieus sowie die Herausforderungen für eine mögliche Koalition mit SPD und Grünen.
30 sep. 2026
1654-
Partys, Champagner und Geld: Ein Korruptionsskandal erschüttert Brasilien
Escuchado
Dieser Podcast befasst sich mit dem massiven Korruptionsskandal um den brasilianischen Banker Daniel Wujaro und seine Banco Master. Der ehemalige Provinzbanker baute durch exklusive Netzwerke, luxuriöse Partys für die politische Elite und mutmassliche Bestechung von Justiz und Finanzaufsicht ein Imperium auf, das innerhalb weniger Jahre Milliarden umfasste. Die Untersuchung zeigt tiefe Verstrickungen in höchste staatliche Kreise, einschliesslich des Obersten Gerichtshofs und politischer Akteure wie Flavio Bolsonaro.
Der Skandal erschüttert Brasilien unmittelbar vor den Wahlen und gefährdet die Glaubwürdigkeit der Rechtsstaatlichkeit. Während das System durch die Verflechtungen der Machtelite stabilisiert wird, wächst die Frustration in der Bevölkerung, was die politische Landschaft und die demokratische Stabilität des Landes nachhaltig beeinflusst.
29 sep. 2026
1653-
Erbe des Fixpreis-Fliegers: Deshalb wird der F-35 für die Schweiz teurer als geplant
Escuchado
Die USA-Korrespondentin Marie Astrid Lange berichtet aus der Lockheed Martin Fabrik in Fort Worth, Texas, über den Beginn der Produktion der F-35 Kampfjets für die Schweiz. Im Fokus steht der Besuch einer Schweizer Militärdelegation sowie die technischen Besonderheiten des Tarnkappenjets der fünften Generation.
Der Bericht beleuchtet zudem die massiven Kostenfragen und den politischen Skandal um vermeintliche Fixpreise beim Schweizer Verteidigungsdepartement (VBS). Es wird diskutiert, ob die Anschaffung von 30 Jets angesichts steigender Betriebskosten und Lieferverzögerungen bei anderen Rüstungsgütern wie dem Patriot-System vertretbar ist.
28 sep. 2026
1652-
Kosovo: Warum die Menschen seit über einer Woche protestieren
Escuchado
Dieser Podcast befasst sich mit den massiven Protesten in Pristina nach der Verurteilung des ehemaligen kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci durch ein internationales Sondergericht. Der Bericht beleuchtet die tiefe Spaltung zwischen dem Gerichtsurteil, das Kriegsverbrechen der UCK dokumentiert, und der Wahrnehmung Thacis als nationaler Heldenfigur im Kosovo.
Im Gespräch mit Redaktor Markus Ackerett werden die Hintergründe des Urteils, die Rolle der serbischen Aggression sowie die Schwierigkeiten einer objektiven historischen Aufarbeitung in einem jungen Staat analysiert. Die Episode thematisiert zudem die politische Komplexität des Kosovo-Konflikts und die emotionale Belastung durch die Gleichsetzung von Opfern und Tätern.
25 sep. 2026
1651-
Warum Trump einen Deutschen zu einem der wichtigsten US-Diplomaten macht
Escuchado
Diese Episode von NZZ Akzent befasst sich mit der Nominierung des deutschen Anwalts Dr. Nick Oberheiden zum US-Botschafter in Ägypten durch Donald Trump. Der Redaktor Melchior Poppe analysiert den Hintergrund des Auswanderers, dessen Kanzlei in Texas auf die Verteidigung hochrangiger politischer Akteure spezialisiert ist und enge Verbindungen zum US-Establishment sowie zu Geheimdiensten pflegt. Die Diskussion beleuchtet zudem den Trend zur Politisierung des US-Diplomatischen Dienstes, wobei Trump vermehrt politische Unterstützer und Spender für Schlüsselposten im Nahen Osten nominiert. Ein weiterer Fokus liegt auf der besorgniserregenden Zahl unbesetzter Botschafterposten in der US-Außenpolitik und den daraus resultierenden geopolitischen Konsequenzen.
24 sep. 2026
1650-
Kiew unter Dauerbeschuss: Wie die Menschen im Krieg weiterleben
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent spricht Alice Grosjean mit Ivo Mainzen, dem stellvertretenden Chefredaktor der NZZ, über die aktuelle Lage in Kiew. Der Bericht beleuchtet den Alltag der ukrainischen Bevölkerung unter ständigem russischem Beschuss durch Raketen und Drohnen sowie die zunehmende Zermürbung der Menschen durch gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur.
Das Gespräch analysiert zudem die Schwächung der ukrainischen Luftabwehr aufgrund fehlender Nachschublieferungen, wie etwa für das Patriot-System, und die strategische Entwicklung des Krieges, bei dem beide Seiten versuchen, das Hinterland zu destabilisieren. Mainzen beschreibt die Resilienz und den Pragmatismus der Kiewer trotz der wachsenden Unsicherheit im Alltag.
23 sep. 2026
1649-
Streit um Falkland-Inseln: Deshalb mischt Trump jetzt mit
Escuchado
In dieser Episode analysiert der Podcast den wieder aufflammenden Konflikt um die Falklandinseln, von Argentinien als Malvinas bezeichnet. Im Zentrum steht der argentinische Präsident Javier Milei, der durch eine verstärkte nationalistische Rhetorik und die Berufung auf historische Ansprüche versucht, innenpolitischen Druck abzuwenden. Die Diskussion beleuchtet die geopolitischen Verflechtungen mit den USA unter Donald Trump sowie die Bedeutung von Öl- und Gasvorkommen in der Region.
Der Beitrag untersucht zudem die historischen Hintergründe des Falklandkriegs von 1982, die wirtschaftlichen Interessen internationaler Firmen an den Ressourcen der Inseln und die aktuelle diplomatische Lage zwischen Argentinien, Großbritannien und den USA. Es wird erörtert, ob eine militärische Eskalation wahrscheinlich ist oder ob der Status quo trotz politischer Spannungen bestehen bleibt.
22 sep. 2026
1648-
Italien: Wird Giorgia Meloni von rechts überholt?
Escuchado
Dieser Podcast analysiert den politischen Aufstieg von Roberto Vannacci in Italien und dessen Auswirkungen auf die Regierung von Giorgia Meloni. Es wird beleuchtet, wie der ehemalige Berufsmilitär durch provokante Äußerungen und ein populäres Buch eine neue rechtsextreme Bewegung innerhalb Italiens angeführt hat.
Der Bericht zieht Parallelen zwischen Vannacci und der deutschen AfD, insbesondere in Bezug auf Themen wie Migrationspolitik, die Haltung zu Russland und den Einsatz von populistischen Rhetoriken. Die Diskussion zeigt auf, dass Vannacci durch eine noch radikalere Positionierung die Stabilität der italienischen Regierungskoalition gefährden könnte.
21 sep. 2026
1647-
«Nicht nur Koalas und Haie sind hier von Interesse» – Australien-Korrespondentin Barbara Barkhausen
Escuchado
In diesem Interview spricht die Australien-Korrespondentin Barbara Barkhausen über die Vielfalt ihrer Berichterstattung, die von der einzigartigen Tierwelt bis hin zu geopolitischen Themen wie dem AUKUS-Abkommen reicht. Sie thematisiert zudem die Auswirkungen des Klimawandels auf das Great Barrier Reef sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die schwierigen Themen der indigenen Bevölkerung in Australien.
Das Gespräch behandelt ferner die sozialen und politischen Spannungen im Land, insbesondere den Anstieg von Antisemitismus nach einem Terroranschlag am Bondi Beach. Zudem werden die Auswirkungen der Vogelgrippe auf die australische Tierwelt sowie die Schwierigkeit beleuchtet, Aufmerksamkeit für indigene Probleme zu generieren.
19 sep. 2026
1646-
Russlands «Mutter Teresa» kritisiert den Krieg - und soll ins Gefängnis
Escuchado
In dieser Episode beleuchtet die NZZ-Redaktorin Ina Hartwig das Schicksal von Lida Monjava, der Gründerin des Moskauer Kinderhospizes „Haus mit dem Leuchtturm“. Obwohl sie primär als Wohltäterin für todkranke und schwerbehinderte Kinder bekannt ist, geriet sie durch ihre Kritik am russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ins Visier des Staates. Nach einer Verhaftung und der Drohung mit langjähriger Haft wurde gegen sie ein Urteil verhängt, das soziale Medien-Verbote und Ausgangsbeschränkungen vorsieht.
Das Gespräch thematisiert die tiefe gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen in Russland sowie die zunehmende Repression durch das Regime. Trotz der Gefahr einer Inhaftierung und des Drucks, das Land zu verlassen, hält Monjava an ihrer Arbeit und ihrer moralischen Verantwortung in Russland fest.
18 sep. 2026
1645-
Iran: Wie das Kopftuch langsam aus dem Alltag verschwindet
Escuchado
Der Podcast thematisiert die sich wandelnde Situation der Frauen im Iran vier Jahre nach dem Tod von Mahsa Amini. Der Reporter Teseo Lamarca beschreibt, wie die strikte Einhaltung der Hijab-Pflicht durch gesellschaftlichen Wandel und geopolitische Krisen – insbesondere den israelischen Angriff im Juni 2025 sowie Cyberoperationen des Mossad – vorübergehend gelockert wurde. Während Frauen den öffentlichen Raum zunehmend ohne Kopftuch nutzen, bleibt die Freiheit fragil, da das Regime durch technologische Überwachung und wirtschaftliche Notlagen weiterhin repressive Methoden anwendet.
17 sep. 2026
1644-
KI-Bremse: Anthropic und Co. wollen Vorsicht, Trump nicht
Escuchado
In dieser Episode diskutieren Dominik Schottner und die US-Korrespondentin Marie Astrid Langer über die wachsenden Sicherheitsbedenken innerhalb der KI-Branche. Im Zentrum steht die Warnung des ehemaligen Anthropic-Mitarbeiters Jacob Coxon vor den Gefahren durch 'Recursive Self-Improvement', bei dem sich KI-Modelle selbst trainieren und so die menschliche Kontrolle übersteigen könnten. Es wird beleuchtet, wie führende CEOs wie Dario Amodei von Anthropic sowie Sam Altman von OpenAI überraschendende Forderungen nach externer Kontrolle und globaler Koordination stellen.
Die Diskussion umfasst zudem die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Aktienmarkt, insbesondere bei Unternehmen wie Nvidia, sowie das geopolitische Spannungsfeld zwischen den USA und China. Während Tech-Führer versuchen, Leitplanken für die Entwicklung von Frontier-Modellen zu etablieren, warnt die Politik vor einem Verlust der technologischen Vorherrschaft gegenüber China. Die Episode beleuchtet das Dilemma zwischen notwendiger technologischer Verlangsamung zur Risikominimierung und dem globalen Wettbewerbsdruck.
16 sep. 2026
1643-
Er war Pablo Escobars Logistiker – nun ist er Rentner
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent berichtet der Lateinamerika-Korrespondent Alexander Busch über ein außergewöhnliches Treffen in Kolumbien. Im Zentrum steht Carlos Leda, ein 77-jähriger Mann, der einst als einer der bedeutendsten Logistiker des Medellín-Kartells galt und die Lieferketten für Kokain in die USA mitaufbaute. Der Bericht beleuchtet Leda als Pionier des modernen Kokainschmuggels, seine Zusammenarbeit mit Pablo Escobar sowie seinen langjährigen Weg durch das US-Gefängnissystem bis hin zu seiner Entlassung nach Deutschland.
Das Gespräch vertieft die Mechanismen der damaligen Drogenpolitik unter Nixon und Reagan und zieht Parallelen zur aktuellen globalen Drogenbekämpfung. Trotz seiner kriminellen Vergangenheit und einer Haftstrafe von über drei Jahrzehnten zeigt sich Leda heute als bescheidener Rentner, der mit Merchandising sein Auskommen sichert, ohne dabei tiefgreifende Reue für seine Rolle im Aufbau des internationalen Kokainhandels zu zeigen.
15 sep. 2026
1642-
Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent thematisiert die Korrespondentin Linda Koponen die wachsende Unsicherheit und wirtschaftliche Belastung in Estland. Anhand der Schicksale eines südafrikanischen Expats, der aufgrund der russischen Bedrohung eine Flucht nach Portugal plant, und einer estnischen Schneiderin, die unter hoher Inflation und steigenden Verteidigungsausgaben leidet, wird die prekäre Lage im Baltikum beleuchtet. Der Bericht untersucht die historischen Traumata der Sowjetzeit, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die regionale Sicherheit sowie die zunehmende wirtschaftliche Instabilität durch hohe Mehrwertsteuersätze und Energiepreise.
14 sep. 2026
1641-
El Niño kommt – stärker als je zuvor?
Escuchado
In dieser Episode des Podcasts diskutiert die Moderatorin Alice Grosjean mit dem Wissenschaftsredaktor Sven Tietz über das bevorstehende El-Niño-Phänomen, das laut aktuellen Prognosen besonders extrem ausfallen könnte. Das Gespräch beleuchtet die meteorologischen Grundlagen der Meereserwärmung im Pazifik und die daraus resultierenden globalen Wetterveränderungen, von Überschwemmungen in Peru bis hin zu Dürren in Indonesien.
Darüber hinaus werden die sozioökonomischen Auswirkungen thematisiert, wie etwa die Bedrohung der globalen Ernährungssicherheit durch Ernteausfälle und steigende Lebensmittelpreise. Die Diskussion umfasst zudem den Zusammenhang zwischen El Niño und dem Klimawandel sowie die potenziellen indirekten Folgen für Europa und die Weltwirtschaft.
11 sep. 2026
1640-
Angst vor Trump? Warum Europa sein Gold nach Hause holt
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent diskutiert die Moderatorin Nadine Landert mit dem Wirtschaftsredaktor Matthias Wenz über den globalen Trend, Goldreserven aus den USA abzuziehen. Am Beispiel der Niederlande wird erläutert, wie 78 Tonnen Gold von New York nach London verlagert wurden, um die Krisenvorsorge angesichts geopolitischer Unruhen zu stärken und die Liquidität im Falle eines Verkaufs zu erhöhen.
Das Gespräch beleuchtet zudem die historischen Gründe für die Lagerung von Gold in den USA sowie die aktuellen Beweggründe anderer Nationen wie Frankreich. Es wird erörtert, ob politische Unsicherheiten durch Donald Trump eine Rolle spielen und wie sich die Schweiz mit ihrer spezifischen Strategie, kein Gold mehr in den USA zu lagern, in diesem globalen Kontext positioniert.
10 sep. 2026
1639-
Helden statt Opfer: So berichtet China über die Flutkatastrophe im Himalaja
Escuchado
Dieser Podcast-Beitrag von NZZ Akzent thematisiert die staatliche Kontrolle der Berichterstattung in China nach einer schweren Flutkatastrophe an der Grenze zwischen Nepal und Tibet. Während chinesische Staatsmedien den Fokus auf heroische Rettungskräfte und die schnelle Wiederherstellung der Infrastruktur legen, werden das Leid der Betroffenen und kritische Fragen zur staatlichen Verantwortung systematisch ausgeblendet.
Die Analyse zeigt auf, wie die chinesische Regierung durch Zensur, Bilderkennung und gezielte Anweisungen an Journalisten versucht, 'positive Energie' zu verbreiten und potenziellen Unmut in der Bevölkerung zu verhindern. Es wird erläutert, dass das Fehlen individueller Schicksale in den Medien dazu führt, dass die emotionale Betroffenheit und damit verbundene politische Kritik unterdrückt werden.
09 sep. 2026
1638-
Nach Ceuta: Warum Marokkos Jugend unbedingt weg will
Escuchado
Die Reportage beleuchtet die Motive junger Marokkaner, die ihr Heimatland verlassen wollen, um in Europa eine Zukunft zu suchen. Anhand der persönlichen Geschichten von Karim, einem ehemaligen Studenten, und Umaima, einer Bankangestellten, wird deutlich, dass der Wunsch nach Auswanderung nicht nur aus extremer Armut resultiert, sondern oft aus dem Streben nach beruflicher Anerkennung und Lebensqualität. Während die marokkanische Wirtschaft zwar wächst, bleibt die Jugendarbeitslosigkeit mit 37 Prozent extrem hoch und soziale Aufstiegschancen sind durch ein System von Beziehungen begrenzt.
Der Bericht kontrastiert legale Wege über Fachkräfteprogramme mit den verzweifelten Versuchen von Menschen, die die Grenze nach Spanien überqueren. Die Untersuchung zeigt die wirtschaftliche Diskrepanz zwischen dem boomenden marokkanischen BIP und der geringen verfügbaren Kaufkraft des Durchschnittsbürgers auf, was die anhaltende Sehnsucht nach Deutschland und anderen EU-Staaten als stabilere Alternative befeuert.
08 sep. 2026
1637-
Die AfD gewinnt in Sachsen-Anhalt: Ist das der Anfang vom Ende für Kanzler Merz?
Escuchado
Florian Eder analysiert die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD als stärkste Kraft hervorging und die CDU massiv an Boden verlor. Die Diskussion beleuchtet zudem die politische Bedeutung der hohen Wahlbeteiligung sowie die prekäre Lage der FDP und der SPD/Grünen.
Der Beitrag untersucht darüber hinaus den Aufstieg des BSW und dessen Auswirkungen auf die Regierungsbildung. Zudem wird ein Ausblick auf kommende Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sowie die zukünftige Rolle der CDU unter Friedrich Merz gegeben.
06 sep. 2026
1636-
«Das Leben im Libanon ist schizophren» – Nahost-Korrespondent Daniel Böhm
Escuchado
Der NZZ-Korrespondent Daniel Böhm beschreibt die extremen Kontraste zwischen dem Alltag in Beirut und den Kriegszonen im Süden des Libanon sowie die logistischen Herausforderungen von Reportagen in Konfliktgebieten. Er erläutert zudem seine Sicherheitsstrategien, die Bedeutung von Intuition und die Schwierigkeit, die politische Komplexität des Nahen Ostens vollständig zu durchdringen.
Neben persönlichen Erfahrungen aus Syrien reflektiert Böhm über den starken kulturellen Kontrast zwischen der Realität in Krisengebieten und der Ruhe in Europa.
05 sep. 2026
1635-
Alkoholverbot? Wie Syrien trockengelegt wird
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent untersucht der Korrespondent Rewat Toffer die schleichende Veränderung der Alkoholkultur in Syrien unter der neuen Regierung von Ahmed al-Shara. Während in christlich geprägten Gebieten wie dem „Tal der Christen“ vordergründig noch Alkohol ausgeschenkt wird, zeigt eine detaillierte Analyse der Produktionsbedingungen ein anderes Bild. Durch das Ausbleiben von Lizenzen, Exportverbote und die gezielte Erschwerung der Produktion scheint die Regierung eine Strategie zu verfolgen, Syrien leise alkoholfrei zu machen, ohne dabei internationale Aufmerksamkeit durch offene Repressionen zu erregen.
Der Bericht beleuchtet zudem die wirtschaftlichen Folgen für lokale Destillerien und das Aufkommen von Schmuggel. Es wird die Frage aufgeworfen, ob diese Entwicklung ein Vorbote einer umfassenderen islamistischen Transformation des Landes ist oder lediglich eine taktische Maßnahme zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität unter schwierigen Bedingungen darstellt.
04 sep. 2026
1634-
Schüsse auf Technoparty in Aarau: Was über Tat und Täter bekannt ist
Escuchado
Dieser Podcast befasst sich mit einem Amoklauf, der sich während eines Technofestivals in Aarau ereignete. Ein 43-jähriger Schweizer aus dem Kanton Jura schoss wahllos auf Menschenmenge und tötete dabei eine junge Frau sowie mehrere weitere Personen. Der mutmaßliche Täter stellte sich kurz darauf selbst bei der Polizei.
Im Gespräch mit dem Reporter Samuel Tanner werden die Ermittlungsergebnisse beleuchtet. Die Behörden konnten bisher kein politisches oder ideologisches Motiv feststellen, sondern deuten auf eine psychische Erkrankung des Täters hin. Die Diskussion umfasst zudem die Frage nach der Sicherheit von Waffenbesitz und die Auswirkungen des Ereignisses auf das Sicherheitsgefühl in der Schweiz.
03 sep. 2026
1633-
Nach 9/11: Die vergessenen Veteranen der USA
Escuchado
Dieser Podcast befasst sich mit den langfristigen Folgen der Kriege in Afghanistan und im Irak für US-Veteranen. Anhand der persönlichen Geschichten von Sergeant Earl Lundy und der Sanitäterin Tiffany MacDonald wird die psychische und physische Belastung durch Traumata, Sucht und körperliche Verletzungen beleuchtet.
Der Bericht zeigt auf, dass viele Veteranen nach dem Abzug der Truppen weitgehend sich selbst überlassen sind und staatliche Unterstützung oft unzureichend ist. Private Initiativen wie die 'Warriors Heart Ranch' in Texas bieten spezialisierte Therapien an, um den Betroffenen zu helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und wieder einen Sinn im Leben zu finden.
02 sep. 2026
1632-
Wundermittel Abnehmpille? Was sie kann und was nicht
Escuchado
In dieser Episode von NZZ Akzent diskutiert Medizinredaktorin Stefanie Laatz mit Dominik Schottner über die Einführung der neuen Abnehm-Pille auf Basis des Wirkstoffs aus bekannten Medikamenten wie Wegovy. Es wird beleuchtet, inwiefern die Tablettenform eine Erleichterung für Patienten mit Spritzenangst darstellt, aber auch, dass die Herausforderungen wie Nebenwirkungen, Kosten und die Notwendigkeit einer strikten Einnahme auf nüchternem Magen bestehen bleiben. Der Beitrag geht über den reinen Gewichtsverlust hinaus und untersucht potenzielle medizinische Anwendungen bei Suchterkrankungen sowie Auswirkungen auf Entzündungsprozesse im Körper.
01 sep. 2026
1631-
Ebola-Epidemie: Dr. Kalanzi kämpft an der Grenze Ugandas
Escuchado
Der Bericht folgt dem Afrika-Korrespondenten Samuel Misteli und Dr. Apollo Calanzi an die Grenze zwischen Uganda und der Demokratischen Republik Kongo während einer schweren Ebola-Epidemie. Im Fokus steht die Inspektion eines ugandischen Krankenhauses, in dem mangelnde Hygiene und fehlende Ressourcen wie Schutzbrillen oder fliessendes Wasser das Infektionsrisiko erhöhen könnten. Während Dr. Calanzi auf strikte Disziplin setzt, um den Übergang des Virus zu verhindern, verdeutlicht der Bericht die wirtschaftliche Verflechtung der Grenzregion und die Schwierigkeiten der Grenzschliessung für die lokale Bevölkerung.
Die Dokumentation beleuchtet zudem die Situation im Osten des Kongo, wo die Bundibuto-Variante von Ebola unkontrolliert wächst. Es wird ein Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit, staatlicher Kontrolle und dem Überlebenskampf der Menschen dargestellt, die trotz der Gesundheitskrise auf den grenzüberschreitenden Handel angewiesen sind.